von Eva Spenner

Aufgrund des industriellen Hintergrundes von Köln-Mülheim und des damit verbundenen Charakters des Bebauungsgebietes war es mir wichtig, möglichst viel Bestand erhalten zu können. Durch sensibles Anschauen und Auswählen von Bestandsbauten mit Potenzial kann die Mitte des Bebauungsgebietes zu einem Bereich werden, in dem die industrielle Vergangenheit weiterlebt.
 

 

 
Städtebaulicher Lageplan mit Bestand und Neubauentwurf

 

Attraktive und neue Nutzungen sollen die alten Backsteinbauten wiederbeleben, einen Mehrwert für die Anwohner bringen und zukünftige Bewohner einladen, hier zu arbeiten, ihre kreative Ader auszuleben, ihre Freizeit zu gestalten oder Einkäufe zu erledigen. Konkret sehe ich hier Funktionen wie Pop-up-Stores, Büros für Start-ups, Theater, Bühnen, Museen, eine Eventhalle, Workshop-Plätze und einen Bereich für Urban Gardening mit angrenzender Markthalle vor. Es wird dadurch ein Stadtteil geschaffen, der sich durch besondere Nutzungen von anderen Teilen abhebt und ein Alleinstellungsmerkmal in Köln darstellen kann.
 

 

 
Lageplan des neuen Wohngebietes, Städtebauliches Präsentationsmodell, Entwurfscollagen zur Revitalisierung der alten Fabrikhallen und Innenhöfe sowie des neuen Wohngebietes an der Deutz-Mülheimer Straße

 

Da in den Bestandsbauten viele kreative Köpfe leben und arbeiten wie etwa die Gruppe raum13, steht dieser Bereich schon lange für Kunst, Theater, Tanz und Kultur. Es ist mein Anliegen, ein Quartier für genau diese Menschen zu schaffen: Ein Quartier, in dem Menschen arbeiten, kreativ sind und sich frei entfalten können.

 

 
Visualisierung des Eckgebäudes an der Deutz-Mülheimer Straße

 

 
Erdgeschossgrundriss des Eckgebäudes an der Deutz-Mülheimer Straße, Städtebauliches Präsentationsmodel, Grundrissausschnitte der Wohntypen, Visualisierung der Dreiraumwohnung mit Loggia

 

Die offene Baukörperstellung, welche sich aus einem Blockrand entwickelt hat, lässt zahlreiche Durchquerungen zu und bietet somit viel Raum für Begegnungen. Die verwinkelten Baukörper schaffen zudem Plätze, die sich mal weiten und mal verjüngen und somit durch ihre unterschiedlichen Größen für verschiedene Arten der Bespielung geeignet sind. Die Anordnung von überwiegend gewerblichen Nutzungen im Erdgeschoss wird an der prägnanten Ecksituation durch gastronomische Nutzungen ergänzt. Hier sollen auch die alten Industrielampen aus Cologneo I wiederverwendet werden. Ein besonderes Highlight der Coffee Bar sind die durchlöcherten Backsteinfassaden, welche gerade durch die Lage der Ecke im Süden den ganzen Tag ein schönes Lichtspiel im Raum geben.

 

 

Kontakt: eva.spenner@t-online.de

 

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