von Franziska Walther

Der Städtebau-Entwurf besteht aus einzelnen Inseln mit eigenen Identitäten. Das Cologneo II zum Beispiel ist lärmtechnisch etwas ungünstig gelegen. Hier wird es deshalb hauptsächlich Büros und temporäres Wohnen geben. Jedoch liegt es in Zentrums- und Wassernähe - ein guter Grund, um an dieser Stelle einige Hochhäuser vorzusehen, die gleichzeitigden Eingang zum Quartier markieren sowie eine Pufferzone für die Lärmbelastung sein können.

 

 
Städtebaulicher Rahmenplan

 

Der Auenweg soll als übergeordnete verkehrliche Anbindung ausgebaut werden, auf der auch LKW und Busse erlaubt sind. Aus diesem Grund habe ich mich in der Planung besonders auf diese Straße konzentriert und sie mit einer zwei- bis dreireihigen Baumallee versehen, die einen Lärmpuffer zur angrenzenden Bebauung bildet, aber auch die zentrale Bedeutung dieser Straße hervorhebt.

 

 
Modellfoto Städtebaulicher Rahmenplan

 

 
Perspektive Möhringquartier und Perspektive Cologneo
 

Ein weiteres Beispiel ist das Lindgens-Areal, das zum Stadtteilzentrum wird. Die größere Laufkundschaft vom Hafen und durch den Rheinpark wird dafür sorgen, dass ein Zentrum an dieser Stelle ausgelastet bleibt. Außerdem kann die hohe Aufenthaltsqualität am Hafen so von allen genutzt werden und ist nicht wenigen Wohlhabenden vorbehalten, die sich die teuren Wohnungen direkt am Rhein leisten können.

 

 
Lageplan Vertiefung, Module, Hochbau Grundrisse Erdgeschoss und Obergeschoss

 

Leitidee des Hochbau-Entwurfs ist die Anordnung von Wohn-Modulen entlang einer Laubengangerschließung, um einen möglichst freien Grundriss zu haben. Durch den Laubengang können außerdem einzelne Abschnitte derselben Wohnung separat erschlossen werden, was beispielsweise für das Mehr-Generationen-Wohnen eine günstige Lösung ist. Der Laubengang dient dabei auch immer als Ort der Kommunikation, weshalb es einzelne balkonartige Nischen gibt, die jeder im Komplex nutzen kann.

 

 
Hochbau: Grundrissmodule B1 und 1-2-3, Südansicht und Schnitt Nord-Süd

 

Der ausgewählte Blockrand ist als Fallstudie zu verstehen, an dem die verschiedenen Potenziale des Moduls durchprobiert werden. Ich habe mir diesen Blockrand ausgewählt, da jede Seite des Gebäudes andere Qualitäten aufweist, was sich im weiteren Verlauf auch auf die Struktur des Gebäudes ausgewirkt hat. Eine weitere Besonderheit sind Gemeinschaftsräume, die, über die Etagen verteilt, Flächen für Wäsche, Gemeinschaftsküchen, kleine Bibliotheken und Versammlungsräume bieten.

 

 
Fassadenansicht und Perspektive Innenhof

 

 
Perspektive Deutz-Areal

 

 

Kontakt: franziska_walter@gmx.net

 

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