von Reni Raschke, Léa Lépine und Christiane Rau

Der derzeitige Zustand des Planungsgebietes ergibt ein Bild von einer verlassenen Stadt in der Stadt, welche sich nach außen durch Mauern und Stacheldraht abgrenzt. In starkem Kontrast zum gegenwärtigen Verfall steht der Wert der vorhandenen Bausubstanz als außerordentliches Denkmal Rheinischer Industriekultur.

 

 
Lageplan

 

In dem neu entstehenden Stadtteil sollen einzelne Gebäude und Ensembles als Identifikationsträger umgenutzt und integriert werden. Gleichzeitig soll der geschlossene Charakter des Planungsgebietes auflockert werden, ohne dessen Identität zu verlieren. Ein Beispiel dafür ist die Entstehung eines neuen Stadtteil- und Nahversorgungszentrums mit Sportnutzung in den Mittelmotorenhallen des Möhring-Quartiers, in welches sich die angrenzende denkmalgeschützte Möhring-Halle als große Eventhalle einfügt.

 

 
Entwicklung ehemaliger Werkshallen zu Sportstätten

 

 
Nahversorgung in alten Bestandsgebäuden

 

Eine Verbindung zwischen der Uferzone und den östlicheren Bezirken Mülheims wird mittels eines Grünstreifens durch das neugeplante Deutz- und Lindgens-Areal sowie durch eine Allee geschaffen. Eine Besonderheit bilden dabei die Umnutzung und Öffnung von Bestandshallen zu Parkflächen. Die Hafenpromenade soll entlang der Uferzone des Lindgens-Areals bis zum Stadtteilzentrum weitergeführt werden.

 

 

Die Deutz-Mülheimer Straße und der Auenweg verbleiben als Hauptverkehrsachsen zur Erschließung des Planungsgebietes. Die Deutz-Mülheimer Straße wird als städtische Hauptstraße mit Ladenflächen im Erdgeschoss und der Weiterführung der Straßenbahnlinie 4 ausgebildet. Die einzelnen Wohnquartiere werden über Quartierswege als „Shared spaces“ erschlossen. Parkmöglichkeiten werden gezielt in zentral gelegenen Parkhäusern angeboten.
Eine wichtige Rolle in der Planung nimmt die Schaffung von Plätzen als Begegnungsstätten innerhalb des Quartieres ein. Diese werden in drei Gruppen unterschieden: Vorplätze im Zusammenspiel mit wichtigen Gebäuden, Verkehrsplätze an infrastrukturellen Knotenpunkten sowie Quartiersplätze, die durch Aufweitungen im Straßenraum innerhalb der Wohnquartiere entstehen.

 

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