Press Release | 28.04.16
Jury diskutierte Zwischenergebnisse

DRESDEN, 28.04.2016 In der gestrigen Sitzung der erweiterten Gestaltungskommission „Kulturhistorisches Zentrum Dresden“ gemeinsam mit Mitgliedern des Bauausschusses der Stadt Dresden wurden die Zwischenergebnisse im zweiten Workshopverfahren zum Palais Riesch vorgestellt. Alle zehn am Verfahren beteiligten Architekturbüros aus ganz Deutschland haben ihren aktuellen Arbeitsstand anonym und termingerecht eingereicht.

Ziel der Jurysitzung war es, den Teilnehmern des Workshopverfahrens Rückmeldung und Empfehlungen für die weitere Bearbeitung der Aufgabe zu geben – im Sinne eines geforderten Kompromisses für die Fassade des ehemaligen Palais Riesch in der Rampischen Straße 16–18. Im Einführungskolloquium Anfang April führte Prof. Thomas Will (Lehrstuhl für Denkmalpflege an der TU Dresden) allen Teilnehmern sehr deutlich vor Augen, welche architektonischen, städteplanerischen, wirtschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Anforderungen an das Projekt bestehen. Insbesondere der Wunsch nach Rekonstruktion der historischen Fassade im Widerspruch zur zeitgenössischen Nutzung sowie die  hochemotionale Debatte in Dresden sollte von den Fachleuten beachtet werden.

„Die eingereichten Arbeiten zeigen deutlich, dass die Teilnehmer die Worte von Prof. Will im Einführungskolloquium verstanden haben. Grundsätzlich haben sich alle Büros mit der Historie des ehemaligen Palais Riesch intensiv beschäftigt und dies in ihre Entwürfe unterschiedlich stark einfließen lassen“, so Projektleiter Jens Funck von der CG Gruppe AG. Die Diskussion in der sowohl mit Architekten, Bauplanern,  Kunsthistorikern, Denkmalpflegern, aber auch Vertretern der Kommunalpolitik, des Bauherren sowie des Stadtplanungsamtes besetzten Runde beleuchtete alle vorgestellten Arbeiten kontrovers und vielschichtig. Als Ergebnis erhalten die Teilnehmer noch im Laufe der Woche die von der Jury gemeinsam erarbeiteten Verbesserungsvorschläge und Hinweise. Die Architekten haben anschließend bis zum 12. Mai Zeit, um ihre Entwürfe zu verfeinern, auszuarbeiten und einzureichen. „Wir halten unser Wort, das Areal angemessen und mit der entsprechenden Ehrerbietung vor dem historischen Hintergrund zu bauen. Der erneute Workshop ist dabei unser Signal an die Dresdner, dass wir ihre Wünsche und Bedenken ernst nehmen. Die Lösung wollen wir nun gemeinsam in einem transparenten Verfahren mit ausgewiesenen Experten und Vertretern der Bevölkerung finden“, so Christoph Gröner, Geschäftsführer der CG Gruppe AG.

Die erweiterte Gestaltungskommission tritt am 26. Mai erneut zusammen, um einen der finalen Entwürfe für die Realisierung zu empfehlen. Das Endergebnis wird Anfang Juni der Öffentlichkeit präsentiert.

Hintergrund zum Bauvorhaben:

Mit der Entwicklung des Quartiers III/2 rund um das historische Palais Hoym schließt die CG Gruppe AG eine der letzten Baulücken am Dresdner Neumarkt. Oberste Prämisse für die Bebauung ist eine stimmige Eingliederung in die bestehende Stadtarchitektur, unter Berücksichtigung der geplanten Nutzung und baurechtlicher Vorgaben. Während das Palais Hoym an der Landhausstraße als Herzstück des Ensembles mit der original historischen Fassade wiedererrichtet wird, bieten die weiteren Gebäude auf der Landhaus- sowie der Rampischen Straße eine Mischung aus zeitgemäßen und historischen  Fassadengestaltungen – so wie es bereits an anderen Stellen des Neumarkts umgesetzt wurde. Der Fokus liegt dabei auf der harmonischen Eingliederung ins Stadtbild.

Im Workshopverfahren steht derzeit noch die Gestaltung und Planung des so genannten Palais Riesch auf der Rampischen Straße im direkten Anschluss an das Polizeipräsidium. Das hier vormals befindliche Gebäude diente im Rückbereich des Palais Hoym überwiegend der Unterbringung von Kutschen, Pferden und Gesinde. Es war äußerlich geprägt von niedrigen Geschosshöhen und kleinen Fenstern. Eine historische Fassade mit herausragender städtebaulicher Bedeutung ist nicht belegt. Die CG Gruppe steht einer Gestaltung im Sinne der Wiederbelebung des Dresdner Neumarkts offen gegenüber. Ein erstes Verfahren hatte bei der Prüfung der historischen Fassadengestaltung von allen beteiligten Architekten und Institutionen ergeben, dass eine solche Umsetzung bei zeitgenössischer Nutzung des Gebäudes nicht möglich ist. Ein daraufhin favorisierter Entwurf mit einer modernen  Fassade stieß jedoch auf Widerstand im Stadtrat.

Um das Quartier entsprechend der Wünsche der Bevölkerung und im Gesamtkomplex des Neumarkts stimmig zu entwickeln, wurde das Workshopverfahren neu aufgelegt. Zusätzliche Investitionen sind dabei selbst auferlegte Schritte der CG Gruppe im Sinne eines positiven Projektverlaufs. Die Nutzung selbst ist zwar bereits mit Geschäften, hochwertigen Büro- und Wohnräumen geplant, jedoch nicht ausschließlich fixiert – neuen Vorschlägen im Rahmen des Flächennutzungsplanes gegenüber ist die CG Gruppe offen. Die Veräußerung einzelner Projektbereiche, beispielsweise des Palais Riesch, an Dritte, ist im Gesamtvorhaben nicht vorgesehen und weder von der Stadt Dresden noch dem Investor gewünscht.     Die     vertraglichen     Vereinbarungen     sehen ausschließlich     eine Gesamtentwicklung des rund 10.000 Quadratmeter umfassenden Gebietes vor.

Zum Unternehmen

Die CG Gruppe Aktiengesellschaft ist ein Immobilien-Projektentwickler mit eigener Baukompetenz. Das deutschlandweit agierende Unternehmen gestaltet seit über 20 Jahren die Entwicklung, bauliche Umsetzung und Vermarktung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit konzentrieren sich auf ausgesuchte Lagen in Berlin, Leipzig und Dresden sowie Frankfurt/Main, Köln und Düsseldorf. Mehr als 250 Mitarbeiter sorgen bei Akquisition, Projektierung und Bauausführung für hohe Qualität und Zukunftsfähigkeit der Immobilienprodukte. Kerngeschäft ist der Mietwohnungsbau für institutionelle Investoren. In diesem Segment ist die CG Gruppe AG in Deutschland marktführend. Der Leistungshorizont des Unternehmens ist für die nächsten vier Jahre auf ein Gesamtvolumen von ca. 3,9 Mrd. EUR angelegt. Aktuell werden Projekte im Umfang von 1,8 Mrd. EUR vorbereitet. Für Projekte in Ausführung investiert die CG Gruppe AG 380 Mio. EUR, weitere 500 Mio. EUR sind bereits vertraglich fixiert.

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Unternehmen: www.cg-gruppe.de